Gott in der Sauna – Filmchen

Wie ich Gott traf, wie er sich in mein Leben einmischt und wie er wieder verschwand

Es könnte doch sein: GOTT begibt sich auf die Welt, weil er der Meinung ist, dass seine Schöpfung von den Menschen nicht mehr ausreichend gewürdigt wird. Er versucht, den Menschen nahezubringen, dass seine Schöpfung gut war. Ursprünglich hat er den Menschen den Auftrag gegeben, diese Schöpfung weiterzuentwickeln. Die Menschen haben versagt. Er will dies den Menschen bewusstmachen. GOTT behauptet, nicht seine Schöpfung ist das Problem ist, sondern die Weiterentwicklung durch die Menschen. Sie haben die Anweisung, sich die Erde „untertan“ zu machen wohl falsch verstanden. Der Mensch kann „schöpfen“, sowohl im Guten, wie auch im Bösen. Dafür muss er die Verantwortung übernehmen. Wie der Titel ausdrückt, hat sich GOTT das erste Mal in einer Sauna offenbart.

Das Buch gehört zu der Trilogie „GOTT und Mensch“. Weitere Bücher sind: „Adams Vermächtnis“ und „Wie ich als Prophet die Welt rettete“.

Die Müllkrise

Die Müllkrise

 

Ich saß mit der Geliebtesten meiner Ehefrauen beim Morgenkaffee. Jeder las in seiner Zeitung. Es war ein ruhiger, friedlicher, schmerzloser Morgen. Der Kaffee schmeckte richtig gut. Die Zeitungen brachten wenig Aufregendes. Manchmal pflegt mir meine liebe Frau eine Überschrift vorzulesen und fragt dann, ob ich das schon gelesen habe. Ich erkenne an ihrer Frage, dass sie sich gerne mit mir darüber unterhalten möchte. Aber ich muss wahrheitsgemäß sagen, dass ich diesen Artikel, ja diese Zeitung noch nicht gelesen habe. Das geschieht erst nach dem Mittagessen.

An diesem wunderbaren Morgen erschrickt sie urplötzlich ein Motorengeräusch, das an- und abschwillt, dann mechanische Geräusche. Sie könnten allesamt von einem Müllwagen stammen, der durch die Burgstallstraße fährt.

Meine geliebte Frau fährt auf und fragt, ob ich den Müll hinausgestellt habe.

Ich verneine, denn heute ist Samstag. Am Samstag wird kein Müll abgeholt. Jedoch wurde in dieser Woche weder der Plastikmüll noch der Restmüll abgeholt. Es war den Müllfahrern wahrscheinlich zu kalt. Ich habe die Mülltonnen rechtzeitig auf die Straße gestellt und nach unvollrichteter Leerung wieder hineingestellt.

Nun stürzt meine geliebte Frau zur Haustüre, sucht nach Mülltonnen. Aber in unserer Straße stehen keine. Sie ist ganz aufgeregt. „Es ist zu spät. Sie haben unseren Müll nicht abgeholt. Du hast ihn nicht hinausgestellt.“

Ich gebe ihr recht und denke, damit ist das Thema erledigt.

Aber sie sieht mich richtig entsetzt an und fragt verzweifelt: „Was machen wir jetzt mit dem Müll?“

„Wir warten bis zur nächsten Abholung.“

Ich wende mich wieder meiner Zeitung zu. Da donnert sie mich an: „Mit dir kann man sich nicht einmal über den Müll unterhalten.“

Ich widerspreche ihr: „Mein Liebes, natürlich kannst du dich mit mir über den Müll unterhalten. Was möchtest du wissen?“

„Du nimmst mich nicht ernst, nicht einmal beim Müll.“

Ich führe aus, dass wir in den Tonern noch genügend Kapazität bis zur nächsten Leerung haben. Aber sie wirft mir vor, dass ich den Müll nicht ernst genug nehme.

Ich setze zu einer größeren Rede an, deren Inhalt sich so zusammenfassen lässt: Die beste Lösung wäre die Müllvermeidung.

Sie ist empört. „Wir können nicht einfach mal so über den Müll reden und dann Entscheidungen treffen.“

Ich erkundige mich, welche Entscheidungen wir jetzt treffen könnten. Ich könnte alle Tonnen auf die Straße stellen. Im Laufe des Monats werden sie dann geleert. Aber dieses Verfahren erscheint ihr zu unlogisch.

Fast verzweifelt fragt sie: „Was können wir jetzt tun?

„Den Bürgermeister anrufen.“ Ein Bürgermeister muss seinen Bürgern auch samstags Antwort geben. Außerdem ist er ja irgendwie schuld, wenn der Müll nicht abgeholt wird.

Meine geliebte Frau findet die Antwort nicht gut.

„Wir könnten auch die zweite Bürgermeisterin anrufen.“ Mit ihr sind wir befreundet, wir könnten uns auch gleichzeitig nach ihrem werten Befinden erkundigen.

Meine geliebte Gattin seufzt. Sie schluchzt, mit mir könne sie sich nicht über den Müll unterhalten.

Ich mache ihr den Vorschlag, einen Termin für eine gezielte Müll-Besprechung zu vereinbaren. Aber das will sie nicht. Sie will sich mit mir spontan über den Müll unterhalten. Außerdem zweifelt sie an meiner Kompetenz. Ich habe versagt. Ab sofort will sie die Müllverwaltung übernehmen.

Ich wende mich meiner Zeitung wieder zu.

Nachdem wir Sport gemacht haben, uns gewaschen, gekämmt und geföhnt haben, möchte sie von mir geküsst werden. Ich verweigere dies, denn sie hat mich stark verunsichert. Ich weiß nun, dass ich für meine Familie nicht mehr sorgen kann.

Sie will sich darüber aber nicht mehr mit mir unterhalten. Ich habe jetzt zwei Mülltonnen auf die Straße gestellt.

 

In meinem nächsten Leben werde ich Frau

In meinem nächsten Leben werde ich Frau

Ich habe mir vorgenommen bei meiner Wiedergeburt – die wohl demnächst stattfinden wird – als Frau auf der Welt aufzutreten. Frauen haben heutzutage viel mehr Chancen als Männer. Man denke nur an all die unterschiedlichen Quoten die es gibt, bereits festgezurrt oder nur gedanklich hinterlegt. Jedenfalls werden Frauen bevorzugt. Frauen mit ein kleinwenig Sachverstand können sofort ins Management großer Unternehmen einsteigen. In der Politik sind sie ebenso präsent und in der Kultur sollen auch weibliche Bilder bevorzugt werden.

Selbst in China mit seiner desaströsen Ein-Kind-Politik, die zulasten der Mädchen ging, hat sich der Wind gedreht. Frauen werden heutzutage mit Gold aufgewogen. Sie können wählen zwischen den schwerreichsten Junggesellen.

Dabei besteht in der Gesellschaft neben der Bevorzugung der Frau immer noch der Reflex eines Schutzes der Frau. Warum gilt der Grundsatz „Frauen und Kinder zuerst!“? Den Untergang der Titanic überlebten nur 20 Prozent Männer an Bord, aber 75 Prozent der Frauen. War das angemessen?

Ich habe den Eindruck, dass das männliche Leben „seit je weniger wert“ ist. Wenn ein Mann und Frau gemeinsam auf einem Gehsteig spazieren gehen, haben viele Benimm-Dich-Ratgeber immer noch vorgeschrieben, dass der Mann auf der Straßenseite gehen soll. Ein ausbrechendes Auto, von einer Emanze gesteuert, mäht dann den Mann nieder und nicht die Frau. Kann mir jemand sagen, warum dies so sein soll?

Früher wurde Frauen der Besitz von Privatvermögen verwehrt, sie wurden vom Berufsleben ausgeschlossen. Das war damals zu ihrem Schutz gedacht. Schutz vor dem harschen Finanzmarkt, Schutz vor der belastenden Arbeitswelt. Heute gilt dies nicht mehr. Daher müssen die Männer Frauen finanzieren, die sich verspekuliert haben und die Windeln der Kinder wechseln, weil die Frau irgendein Meeting hat. Und so weiß man auch ohne den Kommentar des japanischen Olympia-Gurus, dass Frauen Meetings endlos in die Länge treiben. Frauen reden zu viel und schlimmer noch, sie fragen zu viel. Die Männer müssen dann alles erklären. Das braucht eben Zeit.

Ich glaube, dass Frauen nicht schutzbedürftiger sind als Männer, nicht am Arbeitsmarkt und nicht auf sinkenden Schiffen. Im Gegenteil. Ist es in unserer heutigen Welt nicht so, dass die Männer benachteiligt sind?

Aus aktuellem Anlass stelle ich mir die Frage: Warum werden Männer nicht bevorzugt gegen Covid-19 geimpft?

Das RKI schreibt, das Risiko, an Covid-19 zu sterben, sei bei Männern signifikant. Im Wissenschaftsjournal Nature heißt es, „in allen Altersgruppen über 30 Jahren haben Männer ein deutlich höheres Sterberisiko, was ältere Männer zur meistgefährdeten Gruppe macht“. 70 Prozent der deutschen Covid-Betten sind von Männern belegt. Es sind in Deutschland ungefähr doppelt so viele Männer an Covid-19 gestorben wie Frauen. Warum werden Männer nicht bevorzugt geimpft? Wenn es das Ziel ist, Intensivbettenbelegung zu reduzieren und so das Gesundheitssystem zu schützen. Wenn es das Ziel ist, die Totenzahlen gering zu halten. Wenn wir die Mortalitätsrate, die wir bei Frauen zwischen 80 und 85 sehen, bei Männern schon im Alter von 75 und 80 sehen. Warum wird in den Altersgruppen nicht auch nach Geschlecht differenziert?

Diese Forderung wurde bisher nicht gestellt. Lieber Männer-Freunde, lasst uns aufstehen und diese Forderung in die politische Arena einbringen. Ich bin mir sicher, für die Bettenbelegung und die Totenzahlen wäre es besser, Männer zu priorisieren. Doch das scheint nicht machbar zu sein. Dabei liegt es auch an diesem Fall an den Vorschriften des Datenschutzgesetzes. Denn die Männer müssten sich als Männer zu erkennen geben. Das geht aber nicht – wegen dem Datenschutz.

Häufig hört man, die Männer seien selbst für ihre ungesunde Lebensführung verantwortlich. Sie saufen zu viel, essen übermäßig und waschen sich nicht die Hände. Also selbst schuld. Aber selbst wenn Männer maßgeblich selbstverantwortlich sind, was sie wahrscheinlich nicht sind, macht das sie nicht weniger schützenswert. Medizin bedient sich nicht der Schuldfrage.

Diese Frage der Priorisierung wird heute in der politischen Diskussion gar nicht aufgeworfen. Das bedeutet, wir leiden heute noch an der gleichen Einstellung, der die Titanic-Männer benachteiligte.

Es kann sein, dass Männer nicht priorisiert werden. Weil es nicht machbar ist, weil die Welt nicht fair ist. Es sollte dennoch eine Selbstverständlichkeit sein: der Schutz der Schwachen. Die Schwachen, das sind in diesem Fall die Männer.

 

Und deshalb komme ich im nächsten Leben als Frau zurück.

 

(inspiriert von einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung)