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Meine Welt der Psalmen

Reden darf man.

Mit Gott. Mit sich selbst. Mit dem Schweigen, das antwortet — oder auch nicht.
Psalmen sind die älteste Form dieses Gesprächs. Sie kennen keine Höflichkeit, keine Schönfärberei. In ihnen darf man klagen und danken, zweifeln und jubeln, anklagen und vertrauen — alles im selben Atemzug.

Werner Schwanfelder schreibt Psalmen für heute.

Für den Mann, der seinen Geschmack nach schwerer Krankheit verloren hat — und den Tag feiert, an dem er Salz in der Suppe schmeckt. Für die Frau auf der Verkehrsinsel, die ihre Luftballons loslässt, weil niemand sie annehmen wollte. Für alle, die nachts wach liegen und nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. Und es trotzdem tun.

Diese Psalmen sprechen von Einsamkeit in der Stadt und Sehnsucht nach Himmel. Von Krankheit, Heilung und der stillen Frage, warum beides nötig war. Von Ungerechtigkeit, Protest und der zärtlichen Hoffnung, dass das Licht noch leuchtet. Von Verlust und Neubeginn, von Dankbarkeit und Zweifel — oft im selben Satz.

Sie müssen nicht gläubig sein, um dieses Buch zu lesen.
Sie müssen nur ehrlich sein.

Dieses Buch richtet sich an Christen und Nicht-Gläubige, an Suchende und Zweifelnde, an alle, die das Leben in Worte fassen wollen — und entdecken, dass das bereits ein Gebet ist.

Am Ende lädt Werner Schwanfelder Sie ein, Ihren eigenen Psalm zu wagen. In Ihren Worten. Über Ihr Leben. Ohne Formvorschriften. Ohne Angst vor Unvollkommenheit.

Denn Psalmen machen frei.

Die Welt schweigt nicht. Und wir sollten es auch nicht.

Ein Bestatter, der Rechnungen schreibt und über den Tod nachdenkt. Ein Bergmann, der erkennt, was er angerichtet hat. Ein junges Mensch in der Psychiatrie, das die Angst kennt, die keine Sprache hat. Fischer, deren Dorf im Meer versinkt. Ein Helfer in der Wüste Somalias, der bald nach Hause fährt — wo alles in Ordnung ist.

Das sind keine frommen Texte.

Das sind Gebete mit Zähnen.

Sie klagen an. Sie zweifeln. Sie verfluchen. Sie flehen. Und manchmal — ganz leise — hoffen sie.

Die Psalmen der Bibel waren nie zimperlich. David schrie seinen Gott an. Hiob klagte, bis die Worte ausgingen. Ernesto Cardenal schrieb Psalmen im Bürgerkrieg — weil Beten und Aufbegehren dasselbe sein können.

Diese Psalmen stehen in dieser Tradition. Sie sprechen von heute. Von Klimakrise und Kapitalismus. Von Europa und Einsamkeit. Von Widerstand und Erschöpfung. Von dem, was es bedeutet, ein Mensch zu sein in einer Welt, die taumelt.

Für alle, die das Schweigen satthaben — aber auch das leere Gerede.
Für alle, die beten wollen, ohne sich zu verbiegen.
Für alle, die wütend sind und nach Worten suchen für ihre Wut.

Lesen Sie diese Psalmen laut. Oder still. Allein oder mit anderen.

Und wenn Sie danach das Buch weglegen und einen Moment innehalten — dann haben sie ihre Arbeit getan.

Zwischen Schrei und Jubel – Die Psalmen für unsere Zeit

Was, wenn die ältesten Gebete der Menschheit genau die Worte finden, die dir fehlen?

Die Psalmen sind keine stillen Andachten für den Sonntagmorgen. Sie sind rohe Emotion: Schrei und Zweifel, Wut und Hoffnung, tiefe Verzweiflung und überwältigende Dankbarkeit. Seit Jahrtausenden sprechen Menschen sie in ihren dunkelsten Stunden – und in ihren hellsten.

Dieses Buch holt die Psalmen aus der Ferne alter Sprache und stellt sie mitten in unser Leben. Es erzählt von Menschen am Rand ihrer Kräfte, von Fragen ohne einfache Antworten, von Ungerechtigkeit, die laut schreit – und von einem Vertrauen, das trotzdem trägt. In einer Sprache, die heutige Erfahrungen ernst nimmt: Burnout und Einsamkeit, Verrat und Sehnsucht, Ohnmacht und Aufbruch.

Hier begegnet uns ein Gott, der nicht schweigt. Der hört, wenn Stimmen brechen. Der bleibt, wenn alles andere zerfällt.

Zwischen Schrei und Jubel ist für alle, die nicht mehr wissen, wie sie beten sollen – und für alle, die nie gedacht hätten, dass sie es tun würden. Für Zweifelnde, Wütende, Dankbare. Für Suchende.

Und für alle, die sich fragen: Bin ich damit allein?

Die Antwort der Psalmen ist seit dreitausend Jahren dieselbe: Nein.

150 Psalmen. Neu übertragen. Radikal ehrlich. Für heute.