Gemeinsam stark! Wie Zuwanderer unsere fränkischen Städte und Dörfer bereichern!

Gemeinsam stark!

Wie Zuwanderer unsere fränkischen Städte und Dörfer bereichern

So entstand dieses Buch

 

Jedes Buch hat eine Geschichte. Dieses Buch hat eine ganz besondere Geschichte, denn es war nicht geplant. Es entstand sozusagen von selbst.

Ich beginne ganz am Anfang. In unserer Gesellschaft gibt es immer wieder, immer noch, und es wird wohl nicht aufhören, Diskussionen über Migration. Diese werden immer wieder hochgekocht durch die AfD und natürlich durch den größten Staatsmann aller Zeiten, den amerikanischen Präsidenten. Ich bin, wie viele andere vernünftige Menschen auch, der Meinung, dass wir Migration unbedingt benötigen. Die Diskussion um die Rente hat das einmal mehr bewiesen. Natürlich, das soll auch gleich gesagt werden, illegale und kriminelle Personen sollten wir schnellstmöglich aus dem Land hinauswerfen. Aber die anderen, die unsere Demokratie, unsere Gesellschaft und unsere Lebensart befürworten und unterstützen, sollen bleiben und sich an der Schaffung unseres Bruttosozialprodukts beteiligen.

Ich habe dann wieder einmal in meinem Buch „111 Orte in Mittelfranken, die man gesehen haben muss“ geblättert. Dort beschreibe ich, wie die Hugenotten so manche fränkische Ortschaft vor dem kompletten Verfall gerettet haben. Auch den Juden haben wir viel zu verdanken; sie haben unsere Gesellschaft bereichert. Das trifft auch auf die heutigen Migranten zu. Ohne sie könnten wir so manches Krankenhaus schließen.

Diese Überlegungen führten mich dazu, eine Lesung mit Bild und Ton zum Thema Migration in unseren fränkischen Orten zu erstellen. Für diese Recherche habe ich mich sehr ausgiebig mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Dabei habe ich festgestellt, dass die KI tatsächlich viele Informationen bereitstellen kann, die man mit einer normalen Suche nur sehr mühsam finden würde. Die KI ist nicht immer fehlerfrei; deshalb habe ich die eine KI von einer anderen überprüfen lassen. Damit dürfte wohl sichergestellt sein, dass keine Fehler mehr im Text vorhanden sind. Im Anschluss habe ich auch versucht, von der KI Bilder generieren zu lassen, die ich selbst nicht mehr fotografieren kann, wie zum Beispiel Hugenotten, die sich gerade auf der Flucht befinden oder in Nürnberg und Fürth ankommen. Die KI kann das. Sie kann zwar keine typischen Bilder einer Stadt erzeugen (man kann also zum Beispiel Fürth in einem Bild nicht erkennen), aber sie kann die damalige Atmosphäre in einer Abbildung sehr gut einfangen.

Ich hatte so viel Material, von dem ich nur ein Minimum in meinem Vortrag unterbringen kann. Er darf nicht länger als 60 oder 75 Minuten dauern. So stand ich vor der Frage, was ich mit all meinem anderen Material machen soll. Als Bücherschreiber fällt mir dann schnell eine Lösung ein: Ich mache darüber ein Buch. Und so ist dieses Buch eben entstanden. Es ist ein Buch über die Migration in unseren fränkischen Ortschaften und Städten.

Ich habe festgestellt, dass es beeindruckend ist, von welchen Migrationswellen wir bereits profitiert haben. Mit diesem Buch und auch mit dem Vortrag möchte ich einen Beitrag zu der eingangs erwähnten Diskussion leisten. Vielleicht wird der eine oder andere, der die Geschichten und Erlebnisse der Vergangenheit bei meiner Lesung hört oder im Buch liest, offener und einsichtiger werden, die Notwendigkeit begreifen, dass Migration für uns und unsere Gesellschaft lebensnotwendig ist. Ich hoffe nun, dass die Leser ebenso begeistert von diesem Thema sind, wie ich es war und bin, und wünsche ihnen ein gutes Lesevergnügen.

 

Unser neues Projekt: Gemeinsam stark

Musikalische Lesung: "Gemeinsam stark: Wie Zuwanderer unsere fränkischen Städte und Dörfer bereichern!"

„Gemeinsam stark: Wie Zuwanderer unsere fränkischen Städte und Dörfer bereichern!“

Erleben Sie eine fesselnde musikalische Lesung, die den unschätzbaren Wert von Zuwanderung in unseren fränkischen Gemeinden beleuchtet! Unter dem Titel „Gemeinsam stark“ nehmen Sie Werner Schwanfelder (Text) und Siegfried Staab (Musik) mit auf eine Reise durch die bewegte Geschichte unserer Region, in der Menschen aus aller Welt – von Juden und Hugenotten über Österreicher und Sudetendeutsche bis hin zu den heutigen Syrern und Ukrainern – dazu beigetragen haben, das Gesicht unserer Städte und Dörfer zu formen.

In einer Zeit, in der die Debatte über Zuwanderung heiß geführt wird, schaffen wir Raum für Reflexion und Verständnis. Die Texte erinnern uns daran, dass Zuwanderung kein neues Phänomen ist. Schon in der Vergangenheit erlebten wir Zeiten, in denen Dörfer menschenleer waren, bis mutige Siedler aus Frankreich und Österreich neue Hoffnung brachten. Gastarbeiter retteten unsere Industrie in Krisenzeiten und trugen maßgeblich zum Wirtschaftswunder bei. Und auch heute ist Migration die Lösung für den sichtbaren Fachkräftemangel.

Begleitet von einfühlsamer Musik wird diese Lesung eine andere Sicht auf Migration öffnen. Vielleicht werden Vorurteile abgebaut, neue Erkenntnisse gewonnen. Wir betrachten die emotionalen Facetten von Zuwanderung und deren weitreichende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Kultur und das soziale Gefüge. In einer globalisierten Welt erkennen wir, dass Migration nicht nur Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch eine Chance für kulturelle Bereicherung und gesellschaftliche Innovation darstellt.

Wir erzählen von Orten in Franken, die ihre Existenz Zuwanderern verdanken, von baulichen Zeugnissen aus der damaligen Zeit, von Gedenkstätten, die einen Dank ausdrücken.

Trump und Gott

Trump und Gott

Es ist unbestreitbar, dass Trump einen starken Eindruck hinterlässt – leider negativ. Besonders fasziniert mich das Spannungsverhältnis zwischen Trump und Gott. Der US-Präsident hat wiederholt erklärt, dass die Bibel sein Lieblingsbuch sei. Angesichts dieser Aussage stellt sich die Frage: Was ist mit den Zehn Geboten? Gelten sie auch für ihn? Schließlich steht da unter anderem: „Du sollst nicht lügen.“

Trump hat sich selbst zum Apostel der „America Prays“-Bewegung erhoben. Er behauptet, dass eine großartige Nation Religion benötigt, was auch das Gebet einschließt. Er fordert die Amerikaner auf, mindestens eine Stunde pro Woche gemeinsam zu beten. Doch wer betet mit wem? Mit einem Mann, für den die Bibel anscheinend vor allem ein Geschäft ist. Die Trump-Bibel verkauft sich gut. Schließlich wird sie billig in China hergestellt. Jetzt sind die Prerise gestiegen wegen der Zölle.  Sie wird für 99,99 Dollar angeboten. Berichten zufolge hat Trump damit bereits 1,5 Millionen Dollar eingenommen.

Ein weiteres Zitat ist von ihm publiziert worden: „Wir lieben Gott und müssen alles verteidigen, was pro Gott ist.“ Doch was bedeutet „pro Gott“ genau? Auf die Frage nach seinem Lieblings-Vers aus der Bibel konnte Trump keine Antwort geben. Ich vermute, dass er eher das Alte Testament („Auge um Auge“) bevorzugt als das Neue Testament („Halte auch die andere Wange hin“).

Die USA sind reich an Kirchen; es gibt unzählige davon, was den Anschein erweckt, als seien die Amerikaner christlich. Schaltet man das Radio ein, stößt man schnell auf christliche Sender. Selbst im deutschen Bibel TV haben amerikanische Pastoren ein ständiges Rederecht, und die weiblichen Prediger sind die wahren Hardliner.

Allerdings sind es gerade die evangelikalen Trump-Anhänger, die gegen Einwanderer hetzen. Hier wird nicht mit Schimpfworten gespart. Vizepräsident J. D. Vance ist zum Katholizismus konvertiert und bekennt öffentlich, dass er Immigranten und Kriminelle aus seiner Nächstenliebe ausschließt. Ist das Teil des amerikanischen Katholizismus? Dagegen hat sogar der Papst protestiert.

Ich hatte schon immer Schwierigkeiten damit, wie man Aktivitäten wie „Pro Life“, also den Schutz des ungeborenen Lebens, mit der Todesstrafe in Einklang bringen kann. Für Trump-Anhänger scheint dies jedoch kein Problem zu sein.

Ich nehme an, dass im Verständnis von Vance Nächstenliebe auch das Festnehmen von Immigranten umfasst. Vermummte ICE-Agenten verhaften Immigranten auf den Erntefeldern und fesseln halb nackte Kinder mit Kabelbindern (wie in Chicago geschehen). Für Vance durchaus christliches Handeln. Man könnte dies als Kreuzzug verstehen in einem der christlichsten aller christlichen Länder.

Laut Umfragen geben 62 Prozent der Amerikaner an, Christen zu sein. Viele von ihnen wählten Trump, obwohl sie wussten, dass er wohl gegen alle zehn Gebote verstößt. Wie steht es mit den Geboten „Nicht lügen“, „Nicht stehlen“, „Nicht töten“? Das fünfte Gebot wird sicherlich nicht beachtet, wenn ein venezolanisches Boot ohne Beweise in die Luft gesprengt wird. Vielleicht sollte man dies nicht so eng sehen, denn auch frühere Präsidenten hielten sich nicht immer an die Gebote, sie äußerten sich nur nicht so unverblümt.

In Matthäus 5,44 heißt es: „Liebe deine Feinde.“ Trump hingegen sagt: „Ich hasse meine Gegner.“ In unflätiger Weise beschimpft er die Opposition als eine Partei des Hasses, der Sünde und des Satans. Vermutlich hält er die Bergpredigt für ein Immobilienprojekt in Florida und Blasphemie für eine sündige Massage.

Auf vielen Bildern tragen seine Anhänger große silberne Kreuze um den Hals, die allerdings nicht zur Vergebung gedacht sind, sondern eher der Rache dienen.

Der rechtsextreme Kriegsminister Pete Hegseth verbreitet Videos, in denen er Psalmen zitiert: „Ich jagte meinen Feinden nach, ich holte sie ein und kehrte nicht um, bis sie vernichtet waren.“ In seiner Bibelauslegung ist der Mann der Frau grundsätzlich überlegen. Der weiße Christ ist offenbar Gottes Liebling. Es ist kaum überraschend, dass sein Priester sogar vorschlägt, Frauen das Wahlrecht zu entziehen.

In Genesis 2,15 gibt Gott dem Menschen den Auftrag, den Garten Eden zu hüten. Trump hingegen bezeichnet die Klimakrise als „den größten Schwindel aller Zeiten“ und setzt lieber auf neue Ölbohrungen. Während Matthäus 23 zur Bescheidenheit aufruft, erklärt Trump: „Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika großartig zu machen.“ Man könnte fast annehmen, dass Gott hier blind war.

Trump und seine Anhänger warnen vor dem Antichristen und diffamieren all jene, die ihnen widersprechen, als satanisch. In den USA verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Würde Jesus in Kalifornien auferstehen, würde die Trump-Kampagne ihn wahrscheinlich als radikalen linken Aktivisten betrachten. Trump sagt, er wolle in den Himmel kommen. Manche hoffen, dass dies bald erfolgt.

Natürlich ist Trump nicht der erste Politiker, der Gott für Wahlkampfzwecke missbraucht. Doch seine Regierung ist die erste, in der Minister artig zum Altar pilgern, nur um danach mit biblischer Brutalität Andersdenkende und Andersfarbige zu verfolgen.

Für viele Amerikaner ist die Situation ernst. Sie könnten vorzeitig sterben, Millionen verlieren ihre Krankenversicherung, und Trump hat Milliarden Dollar aus der Krebsforschung gestrichen. Der Gesundheitsminister will die Impfung abschaffen.

Vielleicht bleibt wirklich nur noch das Gebet – nicht für die Auserwählten, sondern für die Ausgeschlossenen. So wahr uns Gott helfe – oder wenigstens der gesunde Menschenverstand.

Doch wir sollten nicht so laut tönen. Vielleicht erleben wir solche Situationen auch bald in einem AfD-Deutschland. Gott bewahre.

 

Trump und seine Wähler

Trump und seine Wähler

Trump ist nicht wirklich schuld.

Schuld sind die amerikanischen Wähler.

Die Amerikaner.

Ich habe keine Lust, mich über Trump aufzuregen. Er ist in meinen Augen ein Ekel, ein Krimineller, der viele Menschenschicksale auf dem Gewissen hat. Damit soll es reichen.

 

Mehr beschäftigt es mich, wer Trump gewählt hat. Das sind die wahren Schuldigen. Wir Deutsche wissen das sehr gut. Wir haben einst Hitler an die Macht gewählt. Dafür tragen und trugen wir die Verantwortung und auch die Schuld. So geht es nun den Amerikanern. Damals waren sie unsere Befreier. Vor 80 Jahren haben die Nürnberger Prozesse begonnen, die gerade von den Amerikanern und ihrem damaligen Präsidenten Franklin initiiert worden sind. Das war ein vorbildliches Lehrstück an Demokratie.

Vor einem Jahr haben sie einen Scharlatan zum Präsidenten gewählt, der bereits im Wahlkampf sehr deutlich gemacht hat, wie er regieren will. Und mit dem die Amerikaner bereits Erfahrung in einer vorhergehenden Präsidentschaft gemacht hatten. Keiner kann sich herausreden. Jeder hat es gewusst. Deshalb ist die Schuld umso größer.

Wer hat nun Trump gewählt? Die Ergebnisse waren beeindruckend. Die Mehrheit der Amerikaner hat ihn gewählt. Man kann leider nichts relativieren.

Ich habe eine Studie gelesen, auf die ich mich hier auch beziehe, über die Bevölkerungsgruppen, die Trump gewählt haben. Das Ergebnis finde ich sehr interessant.

Beginnen wir mit der republikanische Kerngruppe: Mit 31 Prozent der Trump-Wähler sind sie, die Erz-Konservativen, die größte Gruppe der Trump-Koalition. Sie sind religiös und vertreten die klassischen republikanischen Positionen: gegen Staatsverschuldung, gegen Abtreibung, gegen die Schwulenehe, gegen die Einmischung der Regierung in ihr Leben, gegen Obamas Gesundheitsreform, gegen das Verbot von Waffen, gegen das Pariser Umweltabkommen. Diese Gruppe wählt konsequent republikanisch, egal, wer der Kandidat ist.

Die zweite Gruppe sind die Verfechter des freien Marktes. Sie sollen 25 Prozent der Trump-Wähler ausmachen. Das sind durchaus wohlhabende, eher gebildete Amerikaner, bei sozialen Themen oft sogar fortschrittlich, vor allem aber daran interessiert, der Marktwirtschaft keine Fesseln anzulegen.

Die kleinste Gruppe: Die Unpolitischen. Sie machen nur fünf Prozent aus. Politik interessiert sie kaum, aber sie lehnen jegliche Einwanderung entschieden ab.

Es folgen die Anti-Eliten. Sie sind eine Gruppe von 19 Prozent. Politisch sind sie eher in der Mitte anzusiedeln, auch in der Einwanderungsfrage. Aber sie sind eben gegen das Establishment.

Und schließlich die Gruppe, die zu einem großen Teil früher Demokraten waren: das sind die Bewahrer eines weißen, christlichen Amerikas. Diese Gruppe von 20 Prozent sind wenig gebildet und haben geringe Einkommen. Viele sind arbeitslos und die Hälfte haben Medicaid, die staatliche Krankenversicherung für Geringverdienende, Kinder, Alte und Behinderte. Man würde sie eigentlich nicht für Republikaner halten. Sie befürworten Steuererhöhungen für die Reichen, sie machen sich Sorgen um ihre Krankenversicherung, sie sind für eine eher linke Wirtschaftspolitik. Aber sie sind vor allem gegen jegliche Einwanderung und haben starke Vorbehalte gegen ethnische Minderheiten. Diese Gruppe stimmte weitgehend gegen ihre eigenen Interessen und wählte Trump fast ausschließlich, weil auch er unaufhörlich gegen Einwanderer hetzte.

Besonders der letzten Gruppe ist eine gehörige Dummheit zu unterstellen. Sofern Sie wirklich Christen sind, sollte man ihnen sagen, dass sie sich versündigt haben.

Verantwortlich sind alle Amerikaner, die Trump gewählt haben. Viele werden die Konsequenzen bald schmerzlich bemerken. Sie werden es an ihrem Geldbeutel feststellen.

 

In der Welt verfestigt sich wieder das Bild des hässlichen Amerikaners. Aus der Ferne wirkt dies wie ein gefährliches Experiment. Da irrlichtert einer durch die Welt, der macht, was er will, weil er es kann. Er nimmt seine Bürger und gleich die ganze Welt in Geiselhaft. Adieu Demokratie.

 

Herbst in Land und Leben – über die Menschenrechte

Herbst in Land und Leben - über die Menschenrechte

Es wird gerade Herbst. Das Wetter unterstreicht dies mit Nachdruck. Ich lebe in meinem Lebens-Herbst und die Welt, so habe ich den Anschein „herbstet“ ebenfalls. Die tägliche Zeitungslektüre hat mich motiviert, darüber nachzudenken, in welcher Welt wir eigentlich leben. Ich habe mich beim Menschenrechtsbericht der UN darüber informiert.

In meinem Leben habe ich die politische Erfahrung gemacht, dass Menschenrechte das unverzichtbare Fundament für florierende Gesellschaften sind, das verbindende Element des Vertrauens zwischen den Bürgern und ihren Regierungen. Die Menschenrechte waren für mich immer eine Hoffnung auf eine bessere Welt, die gewaltsame Konflikte, Brutalität und Ungerechtigkeit ablehnt.

Dennoch beobachten wir weltweit besorgniserregende Trends, die eben diese Menschenrechte gefährden. Kriegspropaganda ist überall präsent, von Militärparaden bis hin zu übertriebener Rhetorik. Leider fehlen Friedensparaden und Friedensministerien. Gewalt wird glorifiziert, das Völkerrecht über Bord geworfen. An die globale Ordnung sehen sich viele Staaten nicht mehr gebunden. Das Recht des Stärkeren wird zur Norm.

Ich habe mich bemüht, die Brennpunkte der Welt einmal aufzulisten. An erster Stelle steht der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Er hat sich nicht zuletzt durch das tollpatschige Verhalten von Trump weiter verschärft. Im Juli wurden mehr Zivilisten getötet und verletzt als in jedem Monat seit Mai 2022. In den letzten Wochen kam es zu einigen der verheerendsten Luftangriffe mit Drohnen und Raketen seit Beginn des Krieges. Das alles sind schwerwiegende Verstöße gegen das Völkerrecht.

Im Sudan ignorieren sowohl die Rapid Support Forces als auch die sudanesischen Streitkräfte das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte. Tausende Zivilisten sind ums Leben gekommen, die Feindseligkeiten in Darfur und Kordofan haben sich verschärft. Das Leid der sudanesischen Bevölkerung in diesem riesigen Land ist unvorstellbar. Sexuelle Gewalt ist weit verbreitet, insbesondere gegen vertriebene Frauen und Mädchen.

Vier Jahre nach dem Putsch sind die Menschen in Myanmar von einer katastrophalen Menschenrechtslage betroffen. Das Militär attackiert Zivilisten in ihren Dörfern mit Luftangriffen und Bombardierungen sowie mit willkürlichen Verhaftungen, Folter, sexueller Gewalt und Zwangsrekrutierungen.

In der Demokratischen Republik Kongo gibt es überwältigende Beweise für anhaltende schwere Menschenrechtsverletzungen und Missbräuche durch alle Konfliktparteien.

Israels massenhafter Angriff auf palästinensische Zivilisten in Gaza bedeutet unermessliches Leid und eine umfassende Zerstörung, die man sich gar nicht vorstellen kann. Die Behinderung ausreichender lebensrettender Hilfe und die daraus resultierenden Hungertoten unter der Zivilbevölkerung, die Tötung von Journalisten, UN-Mitarbeitern und NGO-Vertretern sowie die Begehung eines Kriegsverbrechens nach dem anderen schockieren das Gewissen der Welt.

Die Entwicklung in der Türkei ist ebenfalls besorgniserregend. Seit dem Putsch (2016) verwandelt Erdoğan das Land in eine Diktatur. Der Präsidentschaftskandidat der Opposition, Ekrem İmamoğlu, wurde verhaftet ohne glaubhafte Anklage. Noch kann man in der Türkei seine Meinung sagen, wenngleich nicht über alle Themen reden. Die USA nehmen einen ähnlichen Weg. Jetzt haben Donald Trump und seine Maga-Bewegung in Charlie Kirk einen Märtyrer gefunden. In der Türkei lässt sich studieren, was aus einem solchen Schockmoment folgen kann: autoritäre Politik. Erdoğan nannte den Putschversuch ein „Geschenk Gottes“, er begann, Gegner zu verfolgen, mit dem Putsch als Vorwand. Teils liegt es daran, dass Herrschende wie Erdoğan oder Trump von ihrer historischen Mission überzeugt sind. Dass sie das Land retten müssen – vor den Anderen. Sind die USA ein ganz anderes Land als die Türkei? Sicher. Das türkische Beispiel zeigt, wie schnell es gehen kann. Dass in den USA ein Präsidentschaftskandidat ins Gefängnis kommt? Unvorstellbar. Noch, aber das Justizministerium hat den Auftrag demokratische Politiker vor Gericht zu bringen und mundtot zu machen. Der demokratische Minderheitsführer Schumer sieht die USA bereits auf dem Weg in die Diktatur.

Da ist es fast nebensächlich, wenn Burkina Faso, Mali und Niger die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft verlassen. Venezuela hat erklärt, sich aus der Gerichtsbarkeit des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte zurückzuziehen. Die Russische Föderation ist aus der Europäischen Menschenrechtskonvention ausgetreten.

Exzessive Gewaltanwendung und der Tod von Menschen afrikanischer Abstammung durch Strafverfolgungsbehörden sind in vielen Staaten weiterhin an der Tagesordnung und wurzeln oft in systemischem Rassismus. Indigenen Völkern wird weiterhin ihr Recht auf Land verweigert. Verstöße gegen die Rechte der Roma sind in mehreren europäischen Ländern und darüber hinaus weit verbreitet, einschließlich Polizeigewalt, Hassreden und systematischer Ausgrenzung. In China sind die Uiguren und andere muslimische Minderheiten in Xinjiang mehr oder weniger rechtlos. Dies gilt auch für die Tibeter in ihren Regionen.

Die Rechte von LGBTQ+-Personen werden in Westafrika zunehmend eingeschränkt. In Argentinien wirken sich die Sparmaßnahmen am stärksten auf Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen aus.

Mehrere Länder kürzen weltweit wichtige Programme zum Schutz der Frauenrechte, einschließlich der Unterstützung von Gewaltopfern und dem Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung. Müttersterblichkeit bleibt eine der häufigsten Todesursachen für die am stärksten marginalisierten Frauen und Mädchen. Afghanistan, wo der Zugang von Frauen zur Gesundheitsversorgung – neben vielen anderen Menschenrechten – stark eingeschränkt ist, hat eine der höchsten Müttersterblichkeitsraten weltweit. Vier Jahre nach der Rückkehr der Taliban sind Frauen und Mädchen nahezu vollständig aus dem öffentlichen Leben verschwunden.

Die Verletzung der Rechte von Migranten und Flüchtlingen werden in einigen Ländern zur Norm. Pakistan und der Iran haben Millionen von Afghanen zwangsweise in ihr Land zurückgeschickt, und Indien hat Gruppen von Rohingya-Muslimen auf dem Land- und Seeweg abgeschoben.

Kuwait hat in den letzten Jahren Tausenden von Menschen die Staatsbürgerschaft entzogen, wodurch viele staatenlos wurden. In Kambodscha ermöglichen Änderungen der Verfassung und des Staatsangehörigkeitsrechts den Behörden, im Falle von Hochverrat die Staatsbürgerschaft zu entziehen, was ihnen weitere Möglichkeiten eröffnet, Kritiker ins Visier zu nehmen.

Weltweit erleben wir einen Anstieg von Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie, Rassismus und großangelegten Desinformationskampagnen. Im Tschad, in Nigeria und anderen Ländern der Region werden Konflikte zwischen Viehzüchtern und Bauern durch hasserfüllte Narrative angeheizt und eskalieren zu tödlichen Zusammenstößen. Von Südsudan bis Syrien verschärfen Hassreden die Spannungen und vertiefen die Gräben. Die Lügen und der Nihilismus führen zu realen Angriffen auf Menschen. In Kambodscha und Thailand beispielsweise war die Gehässigkeit in den sozialen Medien ein Faktor für die heutigen Spannungen. In Serbien bleibt Hassrede im Internet oft ungestraft.

Das ist nun eine lange Liste geworden. Damit ist noch nicht der Winter beschrieben. Es kann also noch schlimmer werden. Eine Hoffnung habe ich allerdings. In Umfragen wurde dokumentiert, dass die große Mehrheit der Menschen weltweit nach Menschenrechten und Freiheiten strebt. Demokratische Staaten müssen diesen Prozess weiter unterstützen und dabei positive Narrative für eine kreative Öffentlichkeitsarbeit stärken. Wenn man das Weltgeschehen mit dem Jahr 1945 vergleicht, geht es uns immer noch besser als damals. Ich gestehe allerdings auch, dass ich froh bin im Herbst meines Lebens zu sein.

Das große Buch der Weisheitsgeschichten

Das große Buch der Weisheitsgeschichten

Entfesseln Sie die Kraft der Weisheit: Ein Buch für die Seele

Weisheit ist ein unschätzbares Gut, das durch die Jahrhunderte fließt und von Generation zu Generation weitergegeben wird. Sie ist der kostbare Rohstoff der Menschheit, der, wenn er gehegt wird, sich unermüdlich vermehrt. In einer Welt, in der sie oft in den Hintergrund gedrängt wird, bleibt die Weisheit dennoch allgegenwärtig – manchmal verborgen, aber stets bereit, wieder ans Licht zu treten.

Mit diesem einzigartigen Buch lade ich Sie ein, die Weisheit zurück ins Zentrum Ihres Lebens zu holen. Es ist ein Schatz, der in kleinen Happen präsentiert wird: durch fesselnde Geschichten, tiefgründige Essays und inspirierende Zitate, die aus den unterschiedlichsten Kulturen und Kontinenten stammen. Diese universelle Weisheit zeigt, dass die Essenz des menschlichen Verstehens über Grenzen hinweg verbindet.

Weisheit entfaltet sich in verschiedenen „Arbeitsstufen“: Sie beginnt im Gedankenraum, entfaltet sich in weisen Überlegungen und findet ihren Ausdruck in der Kommunikation. Doch wahre Weisheit zeigt sich erst durch Taten. Dieses Buch ist ein Wegweiser zur Kommunikation und zur aktiven Anwendung von Weisheit in Ihrem Leben.

Lassen Sie sich von den Inhalten inspirieren! Tauchen Sie ein in eine Welt voller Erkenntnisse und lassen Sie diese in weise Handlungen münden. Entdecken Sie, wie Sie die Weisheit in Ihrem Alltag lebendig werden lassen können – für sich selbst und für die Generationen, die Ihnen folgen.

 

Das große Buch der Psalmen

Das große Buch der Psalmen

Psalmen eröffnen Wege zur Freiheit

Die Bibel umfasst insgesamt 150 Psalmen, die möglicherweise ursprünglich als „Andachts- oder Erbauungsbuch“ konzipiert waren. Bei einigen dieser Texte mag es schwerfallen, eine erbauende Botschaft zu erkennen. Dennoch vermitteln die Psalmen Gefühle von Lob, Hoffnung und Klage. Ihre Themen sind zeitlos und finden auch in der heutigen Welt Beachtung.

Psalmen sind Gebete, die an Gott gerichtet sind und von Menschen verfasst wurden, die ihre Sorgen und Freuden offenbaren. Der Autor legt nahe, dass jeder, der betet, auch in der Lage ist, eigene Psalmen zu verfassen. Es ist keineswegs anmaßend, einen Psalm zu schreiben.

Diese Sammlung enthält die 150 Originalpsalmen, jedoch mit einer moderneren Sprache und zeitgemäßen Inhalten. Darüber hinaus sind „freie“ Psalmen enthalten, die aus den Erfahrungen, Empfindungen und Gedanken des Autors hervorgehen. Diese sind selbstverständlich subjektiv und reflektieren oft persönliche Wünsche. Der Beter hat in der Regel Anliegen, die er an Gott richtet, und dafür braucht man sich nicht zu schämen.

Diese Psalmensammlung möchte dazu anregen, dass Leser den Mut finden, eigene Psalmen zu kreieren, zu formulieren oder zu beten. Es ist nicht erforderlich, dass diese perfekt sind; es genügt, in einfachen Worten das auszudrücken, was man in Momenten von Freude, Kummer, Dankbarkeit, Angst oder Hoffnung empfindet. Durch das Verfassen eines eigenen Psalms, sei es in Gedanken oder in Worten, kann man sich von vielen Belastungen des Alltags befreien.

Psalmen eröffnen Wege zur Freiheit.

Baltikum Bild-Impressionen

Baltikum Bild-Impressionen

Riga

Tallinn

Vilnius

Riga: Das Juwel des Baltikums

Riga, die pulsierende Hauptstadt Lettlands, wird oft als das schillernde Herz des Baltikums bezeichnet. Diese faszinierende Stadt erstreckt sich majestätisch am Unterlauf der Düna und verzaubert Besucher mit ihrer einzigartigen Lage an der malerischen Rigaischen Bucht. Mit über 700.000 Einwohnern ist Riga nicht nur die größte Stadt im Baltikum, sondern auch ein multikulturelles Zentrum, das auf einer reichen Geschichte basiert. Ihre Altstadt, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein beeindruckendes Zeugnis der vielfältigen architektonischen Einflüsse, die über die Jahrhunderte hinweg gewirkt haben.

Eine Zeitreise durch Rigas Geschichte

Die Wurzeln Rigas reichen bis ins Jahr 1201 zurück, als die Stadt zusammen mit dem Livländischen Ritterorden gegründet wurde. Ursprünglich ein religiöses und militärisches Zentrum, entwickelte sich Riga schnell zu einer florierenden Handelsstadt. Gelegen an der Schnittstelle zwischen Russland und Westeuropa, wurde sie ein unverzichtbarer Akteur im internationalen Handel. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte Riga zahlreiche Herrschaftswechsel, von der polnischen Übernahme 1581 bis zur schwedischen Herrschaft und schließlich zu ihrem Status als Teil des Russischen Reiches im 18. Jahrhundert.

Rigas Stadtbild: Ein architektonisches Meisterwerk

Die Altstadt Rigas ist das Herzstück der Stadt, umrahmt von prächtigen Boulevards und geschäftigen Einkaufsstraßen. Trotz der Zerstörungen durch Kriege und politische Umwälzungen hat Riga ihren historischen Charme bewahrt. Ein Highlight ist die Petrikirche, das höchste Bauwerk der Stadt, das mit seinem markanten Turm von 123 Metern die Skyline prägt. Besucher können mit dem Aufzug zur Aussichtsplattform gelangen und die atemberaubende Aussicht auf die Stadt und die umliegende Natur genießen.

Die „Drei Brüder“: Zeugen der Vergangenheit

Ein weiteres architektonisches Juwel sind die „Drei Brüder“, das älteste Ensemble von Wohngebäuden in Riga. Diese historischen Gebäude erzählen Geschichten aus dem späten 15. Jahrhundert und zeugen von den Handelsbeziehungen zu niederländischen Kaufleuten. Der kleine Platz vor dem ältesten Gebäude ist mit liebevollen Details gestaltet, die die Geschichte der Stadt lebendig werden lassen.

Riga: Ein Ort der Geschichte und Kultur

Der Pulverturm, der einst Teil des Verteidigungssystems war, und das beeindruckende Schloss Rundale, ein Meisterwerk des Barock, sind weitere Höhepunkte, die die Geschichte Rigas prägen. Diese Orte bieten faszinierende Einblicke in die Vergangenheit und sind ein Muss für jeden Besucher.

Erleben Sie die Faszination Rigas – eine Stadt, die Geschichte, Kultur und moderne Lebensart harmonisch vereint. Tauchen Sie ein in die Geschichten, die diese Stadt erzählt, und lassen Sie sich von ihrem unvergesslichen Charme verzaubern!

Tallinn: Das Juwel an der Ostsee

Willkommen in Tallinn, der pulsierenden Hauptstadt Estlands, wo sich Geschichte und Moderne in perfekter Harmonie verbinden. Eingebettet an der malerischen Küste, verzaubert Tallinn mit einem Charme, der seit Jahrhunderten Generationen von Besuchern in seinen Bann zieht. Offiziell seit 1918 unter dem Namen Tallinn bekannt, war die Stadt zuvor als Reval berühmt. Sie erstreckt sich über acht lebendige Stadtteile und 84 einladende Distrikte, die alle ihre eigene Geschichte erzählen.

Die geographische Nähe zu Finnland – nur 80 Kilometer von Helsinki entfernt – macht Tallinn zu einem idealen Ausgangspunkt für spannende Abenteuer. Doch selbst ohne einen Abstecher ins Nachbarland sollten Sie sich Zeit nehmen, um die faszinierenden Facetten dieser Stadt zu erkunden. Tallinn ist ein Erlebnis für die Sinne, das überwältigende Sehenswürdigkeiten und eine beeindruckende Mischung aus historischen und modernen Bauwerken bietet.

Die Wurzeln Tallinns reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als die Stadt unter dänischer Herrschaft stand. Von den Kontrollen durch den Deutschen Orden über Schweden bis hin zu Russland hat Tallinn im Laufe der Jahrhunderte viele Gesichter gehabt. Nach der Wiedereinführung der Unabhängigkeit im Jahr 1991 erstrahlt die Stadt heute in neuem Glanz, während sie stolz auf ihre bewegte Vergangenheit blickt. Interessanterweise existiert Tallinn, wie wir sie kennen, erst seit dem 19. Jahrhundert, als die Unterstadt und der Domberg zu einer Einheit verschmolzen.

Beginnen Sie Ihre Erkundung am majestätischen Domberg, wo die atemberaubende Alexander-Newski-Kathedrale auf Sie wartet. Mit ihren charakteristischen Zwiebeltürmen und goldenen Akzenten ist sie ein beeindruckendes Beispiel russisch-orthodoxer Architektur. Das nahegelegene Schloss Katherinental ist ein weiteres Highlight, das die Geschichte Tallinns lebendig hält.

Doch Tallinn ist nicht nur ein Relikt der Vergangenheit. Mit dem Swissôtel Tallinn, dessen markanten Zwillingstürme die Skyline dominieren, zeigt die Stadt, dass sie auch in der Gegenwart angekommen ist. Dieses höchste Gebäude Tallinns bildet einen spannenden Kontrast zu den historischen Strukturen und macht die Stadt zu einem einzigartigen Ort, wo Alt und Neu auf faszinierende Weise verschmelzen.

Das Herz Tallinns schlägt im beeindruckenden Dom, dessen Bau im Jahr 1219 begann. Als bedeutendstes christliches Bauwerk der Stadt zieht er heute zahlreiche Besucher an und bleibt ein zentraler Ort für Gottesdienste und feierliche Anlässe. Neben dem Dom gibt es in Tallinn eine Vielzahl weiterer Kirchen, deren architektonische Besonderheiten sie zu unvergesslichen Sehenswürdigkeiten machen.

Während viele Städte im Laufe der Zeit ihren Charme verloren haben, hat Tallinn ihre Anziehungskraft nur gesteigert. Diese moderne Metropole hat ihren ursprünglichen Charakter bewahrt und strahlt eine zeitlose Eleganz aus, die in jedem Gebäude spürbar ist. Die unterschiedlichen Herrschaften haben der Stadt einen einzigartigen Charakter verliehen, aus dem ein architektonisches Kaleidoskop entstanden ist, das in Europa seinesgleichen sucht.

Machen Sie Tallinn zu Ihrem nächsten Reiseziel und lassen Sie sich von der Magie dieser Stadt verzaubern. Wer einmal in den Bann Tallinns gezogen wurde, wird immer wieder zurückkehren wollen.

Vilnius fasziniert

Vilnius – ein verborgenes Juwel, das Geschichte und Modernität auf einzigartige Weise vereint. Die litauische Hauptstadt, umgeben von sanften Hügeln im malerischen Südosten des Landes, zieht jeden Besucher mit ihrer faszinierenden Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart in ihren Bann. Hier treffen die Ufer des Vilnia auf die Neris und schaffen eine traumhafte Kulisse, nur einen Steinwurf von der Grenze zu Weißrussland entfernt.

Vilnius ist nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der größten Städte Litauens, die im Jahr 2009 stolz den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ trug. Doch auch heute noch bleibt diese charmante Stadt ein Geheimtipp für Reisende, die etwas Außergewöhnliches suchen.

Lassen Sie sich von der lebendigen Geschichte Vilnius‘ mitreißen! Die Stadt präsentiert eine beeindruckende Palette architektonischer Stile, die von gotischen und renaissancezeitlichen Einflüssen bis hin zum einzigartigen litauischen Barock reichen. Ein Spaziergang durch die zauberhafte Altstadt lässt Sie in eine Welt voller mittelalterlicher Gassen, versteckter Hinterhöfe und prächtiger barocker Kirchen eintauchen. Ein absolutes Highlight ist die Universität von Vilnius, deren italienisch inspiriertes Viertel mit seinen einladenden Innenhöfen zum Verweilen einlädt. Seit 1994 gehört diese Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe und begeistert mit ihrem historischen Charme.

Tauchen Sie ein in die bewegte Vergangenheit: Das „Jerusalem des Nordens“ war einst von 105 Synagogen geprägt, deren Überreste an die dunkle Zeit der deutschen Besatzung zwischen 1941 und 1944 erinnern. Doch Vilnius ist mehr als nur ein Ort der Trauer; es ist auch eine Stadt des Gedenkens, die die Geschichten von über 50.000 Litauern, die unter Stalins Repressionen litten, bewahrt.

Mit seinen vielen Kirchen wird Vilnius oft als das „Rom des Nordens“ bezeichnet. Die barocken Glockentürme ragen majestätisch in den Himmel und verleihen dem Stadtbild eine unverwechselbare Note. Die Kathedrale von Vilnius, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, ist die älteste Kirche des Landes und ein Symbol für die spirituelle Tiefe dieser Stadt.

Und während Vilnius in eine goldene Vergangenheit eintaucht, blickt es gleichzeitig voller Elan in die Zukunft. Westlich der historischen Altstadt erstreckt sich die Neustadt, wo das moderne Vilnius mit innovativer Architektur und einem pulsierenden Geschäftszentrum aufwartet. Hier finden geschäftliche und politische Treffen in einem inspirierenden Umfeld statt.

Vilnius ist eine Stadt, die Geschichten erzählt und gleichzeitig die Zukunft formt. Erkunden Sie dieses faszinierende Ziel und lassen Sie sich von seiner Vielfalt verzaubern!

🌟 Verfügt Ihr über genügend Weisheit? 🌟

🌟 Verfügt Ihr über genügend Weisheit? 🌟

Ein herzhaftes Ja! Aber was bedeutet Weisheit eigentlich? Manchmal braucht es eine kleine Erklärung. Genau das habe ich mir zur Aufgabe gemacht! Durch Weisheitsgeschichten, die ich in meinen Büchern teile, möchte ich euch zeigen, wie man Weisheit im Leben erkennt – und manchmal auch die Dummheit.

Deshalb poste ich fast jeden Tag eine Lesung zu diesem Thema. Wo könnt ihr diese hören? Auf vielen sozialen Netzwerken wie YouTube, Instagram, Blogger, X, Tumblr, Pinterest, LinkedIn und TikTok! Sucht einfach nach meinem Namen, abonniert meinen Kanal und lasst euch jeden Tag inspirieren.

Ich freue mich über eure Kommentare und wünsche euch einen wundervollen Tag! 😊📚✨

Auferstehungs-Impressionen

Auferstehungs-Impressionen

Ich hatte die Gelegenheit, meine Ausstellung „Weg der Kreuze“ in sieben Gemeinden zu präsentieren. Dabei betonte ich stets, dass es sich hierbei nicht um einen Kreuzweg handelt, der den Tod Christi darstellt, sondern vielmehr um einen Weg der Kreuze, wobei das Kreuz als Wegweiser fungiert. Diese Perspektive ist sicherlich auch von unserer Geschichte geprägt. Wegkreuze sind an Straßen zu finden, und Marterln fungieren als Wegweiser des Denkens.
Ich habe diesen Gedanken weiterverfolgt und leite damit vom Kreuz zur Auferstehung über. Das Kreuz wird somit zu einem Wegweiser für die Auferstehung.
Aber was bedeutet Auferstehung? Ein Kreuz ist sichtbar, greifbar und materiell. Die Auferstehung hingegen ist eine abstrakte Idee. Im Christentum wird Auferstehung häufig als ein Wunder betrachtet, bei dem die Seele eines Verstorbenen in einen neuen, oft glorifizierten Körper zurückkehrt. Diese Vorstellung ist eng mit der Hoffnung auf ein ewiges Leben verknüpft, auch wenn es dafür keine greifbaren Beweise gibt. Es ist eine Frage des persönlichen Glaubens.
Selbst Menschen, die nicht an einen Glauben gebunden sind, haben ihre eigenen Ansichten zur Auferstehung. Sie interpretieren sie oft symbolisch, als Metapher für Erneuerung und Transformation im Leben. Dies kann einen Neuanfang nach schwierigen Zeiten oder einen inneren Wandel im Hier und Jetzt umfassen.
Eine Anfrage an die Philosophie bringt ebenfalls keine eindeutigen Antworten. Einige Philosophen beschäftigen sich mit der Natur der Existenz sowie der Beziehung zwischen Seele und Körper. Die Frage, ob die Seele nach dem Tod weiterlebt, wird intensiv diskutiert, und verschiedene metaphysische Theorien versuchen, das Verhältnis zwischen Körper und Geist zu klären. Existentialisten wie Jean-Paul Sartre und Martin Heidegger bieten keine klaren Antworten. Sie befassen sich mit der Bedeutung des Lebens und des Todes und betonen die Wichtigkeit, das Leben im Hier und Jetzt zu leben. Oft stellen sie die Idee einer Auferstehung in Frage, da sie den Fokus auf die individuelle Existenz legen. Andere Denker, wie Søren Kierkegaard, haben die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft untersucht, insbesondere im Kontext der Auferstehung, und diskutieren, wie Überzeugungen das menschliche Leben und die Auffassung von Leben und Tod beeinflussen.
Es ist offensichtlich, dass die Auferstehung niemals eindeutig geklärt werden kann, da sie nicht beweisbar, nicht erfahrbar und daher nicht zu berichten ist. Dennoch ist es wichtig, darüber nachzudenken.
Vielleicht kann die Kunst Antworten auf die Frage nach der Auferstehung geben. In der christlichen Kunst finden sich zahlreiche Darstellungen der Auferstehung Jesu. Oft wird er in strahlendem Licht dargestellt, umgeben von Engeln oder Heiligen, was seine Göttlichkeit und das Wunder seiner Auferstehung unterstreicht. Berühmte Werke sind beispielsweise „Die Auferstehung Christi“ von Piero della Francesca und „Die Auferstehung“ von Duccio.
Heutzutage finden solche Darstellungen jedoch oft keine Glaubwürdigkeit. An die antiken Vorstellungen von Auferstehung orientiert sich kaum noch jemand.
Ein Bild von Annette Bartusch zeigt mir einen neuen Ansatz. Sie malt nicht gegenständlich, sondern nutzt Farben, Formen und Texturen, um das Gefühl von Transformation und Erneuerung auszudrücken. Bei ihr richtet sich die Auferstehung ebenfalls himmelwärts, könnte aber auch Naturmotive zeigen, wie das Erwachen der Flora im Frühling. Sie spielt mit Kontrasten zwischen Licht und Dunkelheit, um die Dualität von Leben und Tod zu verdeutlichen. Ihre Bilder ermöglichen es den Betrachtern, eigene Interpretationen und Emotionen in Bezug auf die Auferstehung zu entdecken. So habe auch ich meinen eigenen Weg gefunden, die Auferstehung bildlich auszudrücken.
Besonders beeindruckt hat mich ein Werk von Anselm Kiefer. Es zeigt eine Leiter, möglicherweise eine Strickleiter, die in den Himmel führt. Dieses symbolträchtige Werk hat mich zum Nachdenken über Themen wie Aufstieg, das Streben nach dem Übernatürlichen und die Suche nach Bedeutung angeregt. Die Materialien, die Kiefer verwendet, sind oft grob und erdig, was die Verbindung zur Natur und zu historischen Themen verstärkt. Der Himmel in seinen Bildern variiert, oft ist er düster oder dramatisch, was eine Atmosphäre von Melancholie und gleichzeitig Hoffnung erzeugt. Ich sehe in dem Bild eine tiefgründige Reflexion über menschliche Ambitionen und die Beziehung zur Spiritualität. Die Kombination aus Gegenständlichkeit und Abstraktion in Kiefers Werk ermöglicht es, sowohl realistisch als auch metaphysisch über das Thema nachzudenken.
Was mache ich nun mit all dem? Welche Gefühle habe ich, wenn ich an Auferstehung denke? Ich habe einige Versuche unternommen, die ich euch gerne präsentieren möchte.